Schülerstraßenfest 2022

Am 03.06. fand das lang geplante Familienfest mit dem Titel „Schülerstraßenfest“ in der gleichnamigen Straße von ca. 14:30 Uhr – 18:00 Uhr statt. Für das Quartiersmanagement war die Veranstaltung eine Besondere, da seit Ankunft im Quartier im Jahr 2020 bereits feststand, dass das Schülerstraßenfest eine Tradition im Quartier werden sollte.



Die Pandemie machte die Planungen jedoch zunichte, so blieb die Auftaktveranstaltung in 2019 vorerst die Letzte. Ende 2021 begann dann die Planungsgruppe, bestehend aus den Mitgliedern engagierter Vereine und Institutionen, ihre Ideen für das Familienfest in der Schülerstraße zusammenzutragen. Die Beteiligung war groß und die Planung ging auf, sodass wir nun zufrieden auf das zweite Schülerstraßenfest zurückblicken können.


Und so lief es ab:

Während an einem warmen Freitag in Schötmar die Atmosphäre bereits aufkam und sich erste musikalische Klänge und Gespräche zeigten, eröffnete der Bürgermeister der Stadt Bad Salzuflen, Dirk Tolkemitt, um 14:30 Uhr offiziell das Schülerstraßenfest. Dabei betonte er die besondere Schlüsselrolle der Kinder, nicht nur bei einem Familienfest, sondern auch im Allgemeinen. Denn sobald die Kinder miteinander spielen würden, kämen auch die Eltern dazu und es könnten Gespräche und Austausch entstehen – darauf komme es letztlich an. Er beendete seine Rede mit der folgenden Bitte: „Wir müssen aufhören übereinander zu reden und anfangen miteinander zu reden“ und wünschte eine schöne Veranstaltung. Den Worten folgte eine überraschend gut improvisierte Trommeleinheit und so durften sich nun die Besucher*innen ein Bild der vielfältigen und kostenlosen Angebote machen, welche von

den ehrenamtlichen Organisatoren auf die Beine gestellt worden sind.



Die Angebotspalette war sehr breit und bunt gemischt. Für den Rhythmus der Veranstaltung sorgte Thiendella Diop, der ein Dutzend Trommeln vor die bunte Treppe zum Kirchplatz stellte. So schaffte er es gemeinsam mit interessierten Kindern und Erwachsenen zusammen die ganze Veranstaltung musikalisch zu beleben.



Auch Björn Gehrmann von der Polizei trug durch sein Polizeiauto hin und wieder zum Klang der Veranstaltung bei, denn bei ihm durfte jedes Kind mal durch das Megafon sprechen oder die Sirene einschalten. Es gab kaum eine Sekunde, in der er allein in seinem Auto saß, die Neugierde war groß!



Die Schülerstraße war sehr lebendig an diesem Tag. Sie füllte sich mit Nachbarschaft und lachenden Gesichtern. Die Organisator*innen waren selbst vom großen Andrang positiv überrascht.


Die Vermutung liegt nahe, dass besonders die Grundschule am Kirchplatz einiges zu der hohen Besucherzahl beitrug, denn diese machte ordentlich Werbung und so ließen sich viele Schüler*innen mit Familien blicken. Schulleiterin Frau Krenz und ihr motiviertes Team, bestehend aus Lehrpersonal der Schule, warteten die Besucher*innen mit einem Heißen Draht, einer Torwand, dem Glücksrad der AWO und einem Luftballonstand auf. Dank Sachspenden, u.a. von den Stadtwerke Bad Salzuflen und der Sparkasse Lemgo, konnten auch kleine Gewinne verteilt werden.



Direkt gegenüber gab es vor der Familienberatung und Schulpsychologie des Kreises Lippe einen großen Bastelstand, der viele Kinder anlockte. Zur Verlockung trug mit Sicherheit auch der markante Geruch der Popcorn-Maschine sowie der des Waffelstandes bei, die durch das Montessori-Kinderhaus betreut bzw. angeboten wurden.



Popcorn war natürlich nicht die einzige Verpflegung an dem Tag, Familie Kramer und weitere Vertreter*innen des Vereins „Schötmar – Zukunft gestalten“ hatten eine kostenlose Kuchen- und Getränkeausgabe und sorgten bis zum Ende der Veranstaltung freundlicherweise für das leibliche Wohl der Gäste.



In dem ganzen Getümmel war es recht laut, doch gab es auch Stände, die in ruhigerer Atmosphäre das Fest bereicherten. So konnte zum Beispiel Dr. Johann Malcher immer wieder durch Bild und Erzählung Kinder und Jugendliche für das Vorlesekino begeistern. Ähnlich war Katharina Idecke die ganze Zeit als Ansprechpartnerin für das Podcast-Projekt im AWO-Begegnungszentrum und Herr Meier für das Netzwerk für Menschen mit Behinderung und Senior*innen vor Ort.



Im direkten Kontrast dazu herrschte bei dem Spielmobil-Stand von der AWO erwünschtes Chaos, hier wurde mit kleinen Vierrädern gefahren, balanciert oder gerutscht. Verletzt hat sich dabei niemand und der Bereich wurde durch Hütchen abgegrenzt, sodass sich die Kinder in überschaubarem Rahmen austoben konnten. Selbst wenn sich jemand verletzt hätte, wäre tatsächlich auch das Deutsche-Rote-Kreuz direkt einsatzbereit gewesen, welches nur für den Fall ebenfalls vor Ort war.



Ähnlich unübersichtlich lief es bei dem Stand vom Quartiersmanagement ab, hier kam eine Anfrage zum Kinderschminken nach der anderen, sodass Eva Dannert und Melissa Parlapanos ohne Pause gut 3,5 Stunden durchschminken konnten. Nebenan wurden fleißig Hände bemalt und Abdrücke auf einem großen Stofftuch hinterlassen. Mit der Zeit wurden die Kinder immer kreativer, zum Ende hin fand man nicht nur bunte Hände, sondern auch diverse Nationalflaggen in Form der Handabdrücke.



Während die ersten Stände ab 17:00 Uhr so langsam wieder abbauten, kamen unter dem Pavillon des Quartiersmanagements noch die letzten Schminkwünsche rein. Gegen 17:30 Uhr waren es dann schon deutlich weniger Bänke und Stühle und so langsam erkannte man die Überbleibsel vom Schülerstraßenfest. Kaputte Luftballons, Fähnchen oder Kronkorken bedeckten die Straße. Kein Problem, denn es gab ja noch motivierte Kinder! In Windeseile verteilte das Quartiersmanagement noch einige Müllpicker (Danke an dieser Stelle für die Bereitstellung an den Baubetriebshof der Stadt Bad Salzuflen!) und fasziniert von den Werkzeugen, waren auch die letzten Reste schon nach 20 Minuten wieder in einem Müllbeutel.



Ruhig war es dann spätestens ab 18 Uhr, als sich auch das Team des Quartiersmanagements langsam auf den Heimweg machte und die Schülerstraße mit einem guten Gefühl und schon etwas Vorfreude auf das nächstjährige Fest verließ.


Wir bedanken uns nochmal herzlich bei allen Helfer*innen sowie bei der Stadt Bad Salzuflen für die gelungene Veranstaltung. Letztere organisierte die Popcornmaschine, sorgte für die Bierzeltgarnituren und versorgte uns an dem warmen Tag mit Mineralwasser. Darüber hinaus geht auch ein Dank an die Sparkasse Bad Salzuflen für die Sachspende, die Stadtwerke für eine Sachspende und die Bereitstellung des Heißen Drahts und an Toni von der Eisdiele für die Gutscheine! Letztlich möchten wir uns aber vor allem bei all den Besucher*innen und Besuchern bedanken, die das Fest mit einem Strahlen im Gesicht angenommen und das Zusammenkommen geschätzt haben!


Die Veranstaltung wurde u.a. mit Städtebaufördermitteln des Bundes, des Landes NRW und der Kommune realisiert.

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